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Fisch ist gesund, liefert uns die wichtige ungesättigten
Fettsäuren (Omega 3 Fettsäuren) und zahlreiche Mineralstoffe
und Spurenelemente, wie zum Beispiel Jod, Magnesium, Kalzium
und Eisen.
Im Rahmen der sogenannten Kreta-Diät
wird der Verzehr von viel Fisch empfohlen.
Bei den vielen Familien auf Kreta steht
2 bis 3 mal pro Woche Fisch auf dem Speiseplan.
Für die Fischer rund um Kreta wird
es jedoch immer schwieriger früher typische Fischsorten
zu fangen. Das Mittelmeer ist überfischt und was in Kreta
an Fisch auf den Tisch kommt, wird inzwischen von weitweg
her transportiert.
Tyische Mittelmeerfische sind: Blauflossenthunfisch,
verschiedene Brassen, Dorade, Makrele, Meerbarbe, Sardelle,
Sardine, Seehecht, Seeteufel, Seezunge, Schwertfisch, Stöcker,
Weißer Thunfisch und Wolfsbarsch, sowie Tintenfisch,
Kalmar, Sepia und Oktopus.
Der WWF hat den Fang und Verzehr dieser
Fische bewertet.
Hier finden sie eine kurze Bewertung der
Fische:
Der Bestand des Blauflossenthunfisch,
auch Roter Thunfisch genannt, wird auf der Roten Liste
der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) als stark gefährdet
bzw. sogar als vom Aussterben bedroht aufgeführt.
Brassen, Doraden: Unter dem Sammelbegriff
Meerbrassen werden verschiedene Arten zusammengefasst. Die
bekannteste ist die Dorade Royal oder Goldbrasse.
Meerbrassen werden im Mittelmeer intensiv befischt. Der Zustand
der Bestände ist unbekannt.Die Gemeine Meerbrasse wird
auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als stark
gefährdet aufgeführt.
Die Dorade Royal wird im Mittelmeer in großem Maßstab
gezüchtet. Beim Ausbringen von Zuchtanlagen wird wenig
Rücksicht auf die Umgebung genommen. Es kann zu Überdüngung
des Wassers kommen und zur Übertragung von krankheiten
auf die Wildbestände.
Makrele: Zur Bestandsituation im
Mittelmeer liegen keine Informationen vor und es gibt kein
spezifisches Management. Bei der gezielten Makrelenfischerei
gibt es wenig Beifang. Makrelen werden allerdings häufig
in anderen Fischereien mitgefangen. Delfine, die die Makrelenschwärme
jagen, gelangen teilweise mit in die Fischernetze.
Meerbarbe: Die Bestände im Mittelmeer
sind größtenteils voll befischt oder überfischt.
Durch die Grundschleppnetzfischereien gibt es einen hohen
Beifang von jungen Fischen, Haien und Rochen sowie anderen
empfindlichen Arten.
Sardelle: Die Bestandssituation der
Sardelle ist zumeist unbekannt. Der hohe Fischereidruck lässt
aber die Vermutung zu, dass der Bestand überfischt wird.
In den verschiedenen Regionen des Mittelmeers unterscheiden
sich die Bestandssituationen. Obwohl einige Bestände
in der Vergangenheit zurückgegangen sind und die Befischung
hoch bis überfischt ist, sind andere Bestände stabil
oder wachsend und werden nur moderat befischt.
Sardine: Im Mittelmeer ist der Bestand
gefährdet. Lieber nicht einkaufen! Im Mittelmeer ist
aber der Beifang von Delfinen ein Problem, die sich von den
Sardinenschwärmen ernähren und daher in ihrer Nähe
anzutreffen sind. Auch die im Mittelmeer gefährdeten
Mönchsrobben können in den Netzen mitgefangen und
verletzt werden.
Seehecht: Die meisten Bestände
im Mittelmeer sind überfischt und werden weiterhin zu
intensiv befischt. In der Seehechtfischerei werden Delfine
und Seevögel mitgefangen. Auch der Beifang zu junger
Seehechte ist ein Problem.
Seeteufel oder Lotte: Die Bestandsgröße
liegt außerhalb sicherer biologischer Grenzen. Seeteufel
wird in gemischten Fischereien gefangen, in denen Beifänge
von zu jungem Seeteufel, Kabeljau, Rochen und andere Fischarten
auftreten.
Seezunge: Die Seezunge ist anfällig
für Überfischung. Siewächst langsam und pflanzt
sich im Alter von drei bis fünf Jahren fort. Die Bestandssituation
im Mittelmeer ist weitgehend unbekannt, weil keine wissenschaftliche
Bewertung durchgeführt wird. Seezunge ist in der Adria
überfischt und wird in allen anderen Regionen wegen der
intensiven Fischerei ebenfalls als überfischt eingeschätzt.
Schwertfisch: Die Bestände im
Mittelmeer sind überfischt. Schwertfische werden im freien
Wasser mit Langleinen oder Treibnetzen gefangen. Bei diesen
Fangtechniken gibt es immense Beifänge von Meeresschildkröten,
Seevögeln, marinen Säugern und Haien.
Stöcker oder Schildmakrele:
Stöcker sind im Mittelmeer in küstennahen Gewässern
verbreitet. Sie formieren sich zu großen Schwärmen.
Der Bestandszustand im Mittelmeer sind unbekannt und es ist
kein Fang-Management für Stöcker etabliert.
Weißer Thunfisch: Kleine Weiße
Thunfische werden mit Angelruten oder Schleppangeln gefangen,
größere Exemplare mit Langleinen. Die Langleinen-Fischerei
verursacht Beifang bedrohter Arten, wie Meeresschildkröten,
Seevögel, Delfine und Haie.
Wolfsbarsch: Die Bestände im
Mittelmeer sind vermutlich voll ausgeschöpft und überfischt.
Es gibt jedoch keine aktuellen Zahlen. Wolfsbarsch ist einer
der wichtigsten Aquakulturarten im Mittelmeerraum. Er wird
größtenteils in offenen Netzkäfigen gezüchtet.
Tintenfisch, Kalmar, Sepia und Oktopus:
Die traditionelle Fischerei mit Fallen, Körben oder Speeren
ist umweltfreundlich. Die Bestände von Tintenfischen
können sehr stark schwanken und es gibt kaum Bewertungen
darüber. Der Sepiabestand ist stabil. Im Mittelmeer wird
Oktopus maximal genutzt und es besteht das Risiko einer Überfischung.
Entscheiden Sie sich mit Hilfe des WWF-Fischratgebers
für Fischprodukte aus der Kategorie "Gute Wahl"
und helfen Sie so, die Meere und Fischbestände zu schonen.
Neben der empfohlenen Kategorie "Gute Wahl" finden
Sie im Fischratgeber die Kategorien "Zweite Wahl"
und "Lieber nicht".
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