|
Der Granatapfel - Das
Gesundheits-Allround-Talent
Laut der griechischen Mythologie war Persephone so von den
juwelenähnlichen Kernen des Granatapfels beeindruckt,
dass sie die verbotene Frucht nahm und aus diesem Grund dazu
verurteilt wurde, einen Teil jeden Jahres in der Unterwelt
zu verbringen.
Im Alten Testament wächst der Granatapfelbaum im Garten
Eden und ist das Symbol der Fülle des Lebens. Die alten
Ägypter wurden mit Granatäpfeln begraben, als Versicherung
für einen sicheren Übergang und Wiedergeburt.
Die Babylonier glaubten, dass das Kauen von Granatapfelkernen
die Soldaten vor dem Kampf unbesiegbar machten und die alten
Chinesen meinten, dass Granatäpfel ein langes Leben garantierten
und sogar unsterblich machen könnten.
Heute bestätigen Studien die gesundheitlichen Wirkungen
des Granatapfels.
Zu keiner anderen Pflanze wurden bisher mehr ernährungsphysiologische
Studien durchgeführt. In den letzten Jahren wurden mehr
als 300 wissenschaftliche Arbeiten über den Granatapfel
veröffentlicht.
Dabei wurde festgestellt, dass die positive Wirkung des Granatapfels
nicht auf einem Hauptbestandteil beruht. Vielmehr liegt das
Geheimnis in dem Zusammenwirken aller Inhaltsstoffe in ihrer
natürlichen Form. Die wichtigsten bioaktiven Substanzen
sind Polyphenole und Flavonoide, außerdem ist er reich
an Kalium, Vitamin C, Kalzium und Eisen.
Die Polyphenole des Granatapfels beeinflussen den Blutdruck,
stimulieren das Immunsystem, wirken gegen bakterielle und
virale Infektionen, senken das hohe "schlechte"
LDL-Cholesterin, und helfen bei Diabetes mellitus. Sie schützen
die Blutgefäße vor Osteoporose und Verkalkung,
wirken positiv gegen Arteriosklerose und sie tragen dazu bei
die Symptome in der Menopause abzumildern.
Des Weiteren haben die wissenschaftlichen Studien gezeigt,
dass Granatapfel-Zubereitungen (Saft und Konzentrat) das Wachstum
von Krebszellen in der Brustdrüse, der Lunge, der Prostata,
der Haut und im Darm hemmen können.
Die Fruchtschalen und die Rinde sind seit langer Zeit für
ihre heilenden Eigenschaften bekannt, zum Beispiel werden
sie seit Jahrhunderten gegen Durchfall und Darmparasiten eingesetzt.
Trotz dieser vielen Studien über den Granatapfel, bleibt
dieser doch in erster Linie ein leckeres Lebensmittel und
keine Wunder- Medizin!
Jetzt ist hier auf Kreta die Granatapfel- Saison. Machen
Sie jetzt eine Kur für Ihren Körper mit zwei Granatäpfeln
pro Tag. Es gibt so viele verschiedene Rezepte mit Granatäpfeln,
dass dies nicht eintönig wird.
So, und nach der Theorie ist es nun Zeit für Sie einen
delikaten Granatapfel zu genießen.
Hier zwei Rezepttipps:
Wackelpudding mit Granatapfel
1 Packung Götterspeise Zitronengeschmack
1 kleineren Granatapfel
80 - 100 g Zucker
500 ml Wasser
Das Wasser mit dem Zucker zum Kochen bringen, von der Kochstelle
nehmen und das Wackelpuddingpulver unter ständigem Rühren
in der Flüssigkeit auflösen.
Den Granatapfel halbieren und in Stücke brechen. Die
Kerne herauslösen und die weißen Zwischenhäute
entfernen. Die Granatapfelkerne auf Gläser oder Glasschälchen
verteilen und wenn die Flüssigkeit etwas abgekühlt
ist die Schälchen damit auffüllen. Beim Abkühlen
bei Zimmertemperatur steigen die Kerne langsam nach oben.
Nach dem Abkühlen im Kühlschrank festwerden lassen.
Bananenjoghurt mit Granatapfelkernen
250 g Joghurt (griechischen)
2 kleinere Bananen
1 Granatapfel
1 Limette (unbehandelt)
nach Geschmack:
(1 Eßl. Honig oder 1 Eßl. Zucker)
(2 Eßl. geröstete Pinienkerne)
Die Limette waschen, die Schale dünn abraspeln und dann
auspressen. Eine Banane kleinschneiden, die andere pürieren
und beide mit dem Limettensaft beträufeln. Den Joghurt
mit den Bananen mischen und bei Bedarf noch mit Zucker süßen.
Die ausgelösten Granatapfelkerne (und die Pinienkerne)
darüber streuen.
|